Antrieb

Die geteilte Nabe

 

Gefordert von unseren speziellen Kunden, z.B. Henning, der neben einer 10-fach Kettenschaltung hinten im Milan auch noch eine leichte Entfernung des Hinterrades durch eine teilbare Nabe haben will, zog Patrick durchs Internet und wurde nach langem Suchen auch fündig. Die Nabe ist nicht einfach so zu verwenden, sondern muss noch mit dem Hersteller auf den Einsatz im Velomobil optimiert werden. Es ist also noch nichts serienreif, aber schon auf dem Weg zum Praxiseinsatz. Möglicherweise wird diese Entwicklung jedoch bald überholt durch die Einarmschwinge, die vom Räderwerk entwickelt wird.

 

Übergroßes Ritzelpaket

Bereits zum Einsatz gekommen sind bei uns übergroße Ritzel, die mit Adaptern auf die Hinterradnabe gebracht werden und nun haben auch etablierte Hersteller den Markt für die "Pizzateller" entdeckt. Vorne nur ein Kettenblatt jedoch hinten eine große Bandbreite der 9 oder 10 Ritzel. Aber nicht jedes Ritzel passt in den Hinterradbau eines Velomobils. Je weniger Raum vorhanden ist, umso weniger flexibel kann man sich die Übersetzung aussuchen. 

 

Getriebe

Kunden greifen gerne auf Getriebe zurück, wenn sie am Berg, wie auf der Ebene die passende Entfaltung haben wollen. Nun kann ein Getriebe nur in Velomobile eingebaut werden, das einen passenden Hinterradbau hat. Alle einseitig aufgehängten Hinterradschwingen (Mango, DF, Straka & Co) sind dafür ungeeignet. Beim Mango z.B. hatte man sich daher für ein sogenanntes Zwischengetriebe mit einer Antriebs und Abtriebskette entschieden. Der Nachteil sind jedoch die höheren Antriebsverluste.

Das Pinion-Tretlagergetriebe braucht auch beim gewöhnlichen Velo einen speziellen Rahmen. Patrick hatte für Hubert ein solches Tretlagergetriebe eingebaut, wofür der Tretlagermast wegen der Pedalhöhe tiefer montiert werden mußte und eine extra Halteschale angefertigt wurde. Ein Aufwand, der sich gerechnet hat? Als sich Hubert entschlossen hat, seinen Milan zu verkaufen, wurde der Tretlagermast durch einen Werksneuen ersetzt und das Fahrzeug auf Kettenschaltung zurück gebaut.

Als Alternativen gibt es Tretlagergetriebe mit 2 Gängen, bekannt z.B. als Schlumpf-Getriebe oder z.B. Kappstein-Getriebe, die mit weniger Aufwand einzubauen sind, jedoch eine Kettenschaltung zusätzlich brauchen.

 

Motoren

Das Stichwort "Extra Energie" hat auch vor den Velomobilen nicht halt gemacht. Von den Puristen der HPV-Gemeinschaft abgelehnt, kann sich doch der Alltagsfahrer in der Stadt und im Hügelland mit dem Gedanken gut anfreunden. Pionierarbeit hat hier die Firma Akkurat geleistet.

Wir verbauen auf Wunsch Motoren verschiedener Hersteller. Die Entscheidung für den einen oder anderen Motor hängt hauptsächlich von dem Fahrzeug ab und den Platzbedarf des Motors. So ist ein Tretlagermotor zwar im Wirkungsgrad besser als ein Radnabenmotor, doch braucht er mehr Platz, die Pedale rechts/links (Q-Faktor) stehen weiter auseinander. Manchen Menschen ist das unangenehm, manche Velomobile sind dafür zu schmal gebaut und die Füße reiben an der Außenhaut.